Corona-Zeit – woran denkt man: Natürlich Einschränkungen, vielleicht Einsamkeit, zusätzlich noch Homeoffice und Kinderstress. Vor gut einem Jahr endete das Leben, so wie wir es kannten. Was bis dahin noch völlig normal war, wie etwa Kino- und Restaurantbesuche, durch die Innenstädte flanieren, shoppen oder mit seinen Freunden ein Konzert besuchen – von all dem träumen wir jetzt. Niemand hätte gedacht, dass wir so lange darauf verzichten müssen und es ist noch immer keine Normalität in Sicht. Doch jetzt heißt es erst recht: Zusammenrücken mit Abstand, aber mit Anstand! 

von Jana Behrens • Stefanie Wollbrink • Nils Kötterheinrich

Pure Verwirrung

Kaum eine Branche kämpft härter ums Bestehen als die Gastronomen. Vielleicht trifft es den einen mehr, den anderen, der vorher auch schon vom Lieferdienst lebte, weniger. Aber es ist auch kein Wettbewerb, wem oder welcher Branche es schlechter geht. Fakt jedoch ist: Alle sitzen im selben Boot und man muss aufpassen, dass es nicht kentert. Seit über einem Jahr ist es ein Auf und Ab – wobei man zwischenzeitlich froh sein konnte, wenn es nur stagnierte. Dieses Hin und Her und von einer Sitzung zur anderen hangeln, strapaziert die Nerven. Keiner kann einen Zeitrahmen geben, keiner eine Perspektive. Dabei hilft eine Informationsüberflutung dann wenig, die zu absurden Fake News im Internet führt. 

Aufkeimende Hoffnung, bittere Enttäuschung 

Die Gastronomie hat es wirklich hart getroffen: seit dem 2. November des letzten Jahres sind die Türen geschlossen und trotz großartigen Hygienekonzepten ist ausschließlich „Take Away” erlaubt. Wann und wie es weitergehen kann, wann welche Öffnungen erfolgen können – bisher steht dies in den Sternen. Öffnungsperspektiven und Öffnungsideen werden seit knapp einem halben Jahr immer wieder von Bund und Ländern beschlossen, gekippt, neu beschlossen….und es ist kein Ende des „Hin und Her” in Sicht. Dies betrifft nicht nur die Gastronomen – auch der Einzelhandel und verschiedenste Dienstleister sind wieder betroffen. Der aufkommende und lang anhaltende Frust ist daher bei allen Beteiligten kein Wunder und es ist allen zu danken, die sich an die Abstands- und Hygieneregeln halten und hoffentlich dazu verhelfen, dass bald wieder ein relativ normales Leben möglich ist. Nichts desto trotz sind es die Gastronomen, die bei fast jeder Bund-Länder-Konferenz noch nicht mal ein kleines Lichtlein am Tunnel aufgezeigt bekommen. Es bleibt abzuwarten, ob es bald mögliche Konzepte für Öffnungen gibt – und sei es anfangs die Außengastronomie, wie es bereits angedacht ist.

Rechnung kann zusammen aufgehen

Während der eine vielleicht an „Ostern – to-go Menüs“ gedacht hat und den Kunden ein besonderes Osterschmankerl anbietet, steckt der andere mittlerweile den Kopf in den Sand. Aber auch, wenn es schwere Zeiten sind, es ist sogar möglich, die 100 Prozent Umsatz zu erreichen. Schwer, aber nicht unmöglich. Die Rechnung an sich ist natürlich einfach: 

75 % durch staatliche Hilfe + 25 % Take-away-Einnahmen macht 100 % Einnahmen. 

Dies klingt recht simpel, aber mit guten Marketing-Strategien und der Unterstützung der Kunden ist es möglich. Jeder Einzelne kann etwas für unsere Gastronomie und natürlich nicht zu vergessen, den Einzelhandel tun. Die Gesellschaft muss nun zusammenhalten und im übertragenden Sinne zusammenrücken. „Einer für alle und alle für Einen“, „zusammen sind wir stark“ und „das Wir bewirkt was!“ – diese Slogans sind in der heutigen Zeit mehr als hohle Phrasen. Sie sagen das aus, was jetzt dringender denn je benötigt wird und schlussendlich trägt jeder von uns eine gewisse Verantwortung für eine funktionierende Gesellschaft und damit eine funktionierende Wirtschaft. Jeder kann im Rahmen seiner Möglichkeiten die Region unterstützen. Um dies voran zu treiben, hat sich die Heimatlust eine besondere Aktion überlegt:

Mit Herz für unser Wittlager Land

Unter dem Slogan „Held der Region – Schlemmen, Shoppen, Gutes tun” möchten wir vom Team der Heimatlust die Vielfalt des Wittlager Landes unterstützen. Außer unserer erweiterten Titelstory haben wir schöne Stofftaschen und Aufkleber mit dem Logo der Aktion bedrucken lassen und Sponsoren und Unterstützer gesucht – und zahlreich gefunden. Vielen vielen Dank dafür! Nun erhalten die „Helden der Region” die Taschen bestückt mit einer Überraschung aus dem Hause adhoc und der Volksbank Bramgau-Wittlage eG und zusätzlich einen Gutschein der Sponsoren mit einem Mindestwert von 10€ oder auch höheren Überraschungsgutscheinen – Das Glück entscheidet! Alles, was man für ein „Held sein” tun muss: Einfach Schlemmen im kompletten Monat April bis zum 16. Mai für mindestens 2 x 25 €, nachzuweisen durch unseren Coupon oder Bon des Gastronomen und an uns einsenden. Dann erhaltet ihr per Post euer ganz persönliches Päckchen! Mit den enthaltenen Gutscheinen könnt Ihr nach Herzenslust shoppen und tut dabei auch noch Gutes. So unterstützt jeder Einzelne unser schönes Wittlager Land. Diese Aktion ist leider endlich: das heißt, schnell zu sein lohnt sich! Es stehen etwa 200 Gutscheine – mit einem Gesamtwert von über 6.500 €! – zur Verfügung. Außerdem darf nur einmal pro Person an dieser Aktion teilgenommen werden.

Unsere Sponsoren und eine Auswahl der Gastronomen des Wittlager Landes haben wir auf den folgenden Seiten aufgeführt. Selbstverständlich gilt die Aktion aber bei jedem Gastronomen im Wittlager Land.

Frischer Wind vom Griechen

Die Ursprungsidee zu unserer Aktion hatte Mevlan Menekše, vom Restaurant Athen in Bad Essen. Wir waren so begeistert, dass wir uns überlegt haben, wie wir eine solche Aktion auf das Wittlager Land ausweiten können. Geboren war „Helden der Region – Schlemmen, Shoppen, Gutes tun“. 

Aktion der Wittlager Gastronomen am Shared Space Kreisel in Bohmte:

Jetzt geht‘s um die Wurst!

Am 1. März haben die Wittlager Gastronomen am Shared Space Kreisel in Bohmte mit einer spontanen Aktion demonstriert, um auf ihre seit Monaten angespannte Lage aufmerksam zu machen. Es wurden 300 Würstchen gegrillt und an vorbeifahrende Autofahrer und Passanten verschenkt. Rasch angefertigte Plakate sollten bewusst machen: Jetzt geht es um die Wurst! Zuerst wurde der Grill im Kreisel platziert. Dieser musste aber bereits nach 8 Minuten wieder entfernt werden, weil die Polizei angefahren kam. Der gedeckte Tisch durfte im Kreisel stehen bleiben. Von den Passanten und Autofahrern gab es ausschließlich tolle Rückmeldungen. „Endlich tut sich mal was!“ war der Tenor der Bürger.

Wir können. Wir müssen. Lasst uns öffnen!

Eine weitere Aktion der Wittlager Gastronomen Apostolos Kritsiniotis vom Restaurant Athen in Bad Essen, Jutta Kessen von der Kaffeemühle in Bad Essen, Henning Asshorn vom Landgasthaus Gieseke Ashorn aus Bohmte und Klaus Niemann von
Leckermühle Hotel & Restaurant fand am 20. März 2021 am Kreisel in Leckermühle statt. Hier wurde ein großes Transparent veröffentlicht mit der Forderung: „Wir können. Wir müssen. Lasst uns öffnen!“ Unterstützt wird die Aktion von der DEHOGA Niedersachsen, die ebenfalls fordert, dass die Gastronomie endlich eine Öffnungsperspektive erhält. An weiteren 10 Standorten im Wittlager Land wurde ebenfalls Transparente aufgestellt. Das Magazin Heimatlust hat diese Aktion begleitet und auf ihrem Facebook- Kanal veröffentlicht und eine unglaubliche Resonanz erhalten. Innerhalb kürzester Zeit wurde der Beitrag von 76 Personen geliked und sagenhafte 132 mal geteilt. Das schaffen nicht mal große, bundesweite Tageszeitungen oder Nachrichtensendungen mit ihren Beiträgen auf Facebook. Insgesamt haben bisher 12.851 Menschen den Beitrag gesehen und mit 1.285 Interaktionen darauf reagiert. Das zeigt uns nachdrücklich, dass den Menschen die Situation der Gastronomie sehr am Herzen liegt und die verantwortungsvolle Öffnung wieder zur Steigerung der Lebensqualität im Wittlager Land beiträgt. 

So funktioniert die Heimatlust-Aktion im Detail:

Es ist so einfach, ein Held der Region zu sein!

Damit die Aktion nachhaltig der Gastronomie, den Unternehmen und auch euch im Wittlager Land zugute kommt, sind wir auf eine zahlreiche Teilnahme angewiesen. Wir haben sehr viel Herzblut in diese Initiative gesteckt und eine richtige „Win-Win-Win-Situation“ geschaffen. Alles, was ihr dafür tun müsst, ist fleißig Essen bestellen, abholen oder liefern lassen oder sofern im Aktionszeitraum die Gastronomie (teil-)geöffnet wird, Essen zu gehen. Wenn ihr 2 mal für mindestens 25 Euro bei zwei unterschiedlichen Gastronomen im Wittlager Land bestellt/gegessen habt, könnt ihr euch den Coupon ausfüllen und abstempeln lassen, oder Bon/Quittung beilegen. Teilnahmeberechtigt ist jede Person ab 18 Jahren. Danach sendet ihr den Coupon (ggf. mit Kassenbon) an uns in einem Briefumschlag oder werft ihn in den Briefkasten der Heimatlust in Bad Essen. Danach erhaltet ihr euer persönliches Überraschungspaket. Die vollständigen Teilnahmebedingungen stehen rechts auf dem Coupon.